Gesellschaft: Nach der Wahl ist vor der Wahl und warum Last-Minute mit Kindern schwierig ist
Share This | Gesellschaft |Die Bundestagswahl war meiner Meinung nach sehr erfolgreich für die Piratenpartei. Zwei Prozent sind wirklich ein erstaunliches Ergebnis. Natürlich habe ich mir mehr gewünscht, aber wir wollen ja realistisch bleiben.
So, die Wahl ist zu Ende, ich habe den Umzug hinter mir und der Alltag kann wieder beginnen.
Und jetzt?
Der ganze Stress nagt doch etwas an der Substanz, deswegen haben wir eigentlich nochmal vor, ein bisschen Sonne zu tanken. Internetportale für Last-Minute-Reisen gibt es ja eine Menge. Und verarschen können die alle! Ich dachte immer, die Preise sind realistisch angegeben - keine Spur!
Malle ist billig, für ein paar Tage kann man da sicher gut noch hinfliegen bei diesem grausamen Wetter in Deutschland. 2 Personen, 1 Kind, schnell geklickt und für 250€/Person ein interessantes Angebot gefunden. Auf Prüfen gegangen, noch frei, Super!
Doch wer jetzt mitrechnet, würde bei ca. 750€ liegen, wenn man keine Ermäßigung für Kinder einrechnet - aber was bekomme ich? 860€! Hallo? Wieso das denn?
Da wird auf der Seite doch glücklicherweise der Preis aufgeschlüsselt (das ist allerdings nicht bei jeder Seite so) und ein Kind mit 360€ berechnet. Und das Angebot beinhaltet noch nicht einmal Frühstück, sondern war nur Übernachtung. Sind Kinder solche Zimmerzerstörer oder wie kommt das zu Stande?
Ich habe mir die Nummer angesehen und gewählt. Eine sehr nette Dame klärte mich auf, dass das angeklickte Angebot ein Appartment sei. Klar, stimmt, aber was hat das mit Kindern zu tun? Sie erklärte was von Doppelzimmern mit Ermäßigung, Appartments für bis zu 4 Personen etc. - im Endeffekt meinte sie ich sollte doch mal 3 Erwachsene auswählen und aktualisieren.
Wow. Dann waren es nur noch 640€ Gesamtsumme. Doppelzimmer wurden bei Auswahl mit Kind dann billiger, Appartments also immer mit 3 Erwachsenen suchen - ;)
Nette Info, dachte ich mir. Am nächsten Tag ein interessantes Angebot gefunden, schnell angerufen und 3 Erwachsene gebucht. Aber ich habe trotzdem erwähnt, das es sich um ein Kind handelt. "Nein, da muss ich ein Kind angeben, sowas dürfen wir nicht machen.", kam dann leider. Ich verwies auf die Kollegin, doch keine Spur von Einsehen. Sie könne die Reise zwar so buchen, aber vor Ort könnten wir Probleme kriegen (und im Flugzeug gibt es kein Kinderspielzeug - gibt es das wirklich, ist das dann auch die 100€ mehr wert?!). Also wieder abgebrochen.
Was soll bitteschön dieser Schwachsinn, dass Kinder mehr bezahlen, nur weil man ein Appartment als Angebot findet. Es ist noch nicht einmal Frühstück inklusive gewesen und ein zweijähriges Kind bräuchte noch nicht einmal ein Bett zusätzlich, sondern kann im Bett der Eltern schlafen. Ich bin wirklich enttäuscht. Es ist ein trauriges Bild deutscher Reiseveranstalter.
Mal schauen, was da passiert, wenn ich wirklich buche -. ;)
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